Unter Strom: Energie in Bergedorf

Eine Ausstellung im Museum für Bergedorf und die Vierlande

Das Thema Energie begegnet uns täglich: Energiewende, Atomausstieg, Smartcity. Wir schalten den Computer ein, die Waschmaschine, das Licht, nutzen das Auto, den Zug, den Flieger. Aber woher kommt die Energie, die wir dazu nutzen? Und was wäre, wenn sie nicht so selbstverständlich hinter der Steckdose bereit stünde? Antworten auf diese Fragen anhand des lokalen Beispiels Hamburg-Bergedorf gibt die Ausstellung "Unter Strom", die Dr. Schanett Riller, das Team der Bergedorfer Museumslandschaft und ich erarbeitet haben.

  • ein Forschungs- und Vermittlungsprojekt
  • Auftraggeber: Bergedorfer Museumslandschaft
  • Projektzeitraum: 02/2016-09/2017
  • Ergebnisse: Ausstellung, museumspädagogische Begleitprogramme
  • Laufzeit der Ausstellung: 15. September 2017 - 30. Juni 2018

Der Hamburger Stadtbezirk Bergedorf blickt auf eine bis heute singuläre Geschichte der Energieförderung in Deutschland. In Bergedorf wird seit mehr als 80 Jahren Erdöl gefördert. Über Jahrzehnte befindet sich hier der Erdgasspeicher Reitbrook, der Hamburg drei Monate lang mit Gas versorgen können sollte. Seit Jahrhunderten ermöglicht die Nutzung der Windkraft Landwirtschaft und Gartenbau in den Vier- und Marschlanden.

 

Östlich an Bergedorf grenzt Geesthacht mit dem Atomkraftwerk Krümmel, das mit dem Beschluss zum Atomausstieg nach einer von Störfällen geprägten Geschichte nun stillgelegt und rückgebaut wird. Ebenfalls in Geesthacht befindet sich bis heute das Pumpspeicherwerk Geesthacht. Es könnte als Speicher für wind- und solarerzeugte Energie dienen - doch die Gegenwart sieht anders aus.


Die Ausstellung "Unter Strom" beleuchtet die Geschichte von Energieverbrauch und -erzeugung in Bergedorf. Wer braucht wann wofür Energie, woher kommt sie, und was passiert, wenn sie ausbleibt? Wie sehr hängt unsere heutige Gesellschaft von Energiezufuhr ab? Wie gedenken wir, mit dieser Abhängigkeit zukünftig umzugehen?

 

Ich erarbeitete die Ausstellung wissenschaftlich und konzeptionell nach einer Idee von und gemeinsam mit Dr. Schanett Riller, Leiterin der Bergedorfer Museumslandschaft. Am 15. September 2017 wurde die Ausstellung im Museum für Bergedorf und die Vierlande eröffnet. Sie ist bis zum 30. Juni 2018 zu sehen.

Ausstellungsrundgänge und Begleitprogramm

 

Das Museum bietet ein vielfältiges Vermittlungsprogramm rund um die Ausstellung: vom Törn auf einem historischen Ewer über Rundgänge und Experimente in der Ausstellung bis hin zu Exkursionen in Kraftwerken und Ölförderanlagen ist für alle etwas dabei. Mehr Infos hier! Von mir persönlich geführte öffentliche Rundgänge durch die Ausstellung fanden statt am: 1.10.2017, 3.12.2017, 4.2.2018, 1.4.2018 und am 6.5.2018.

Bildurheber: Bergedorfer Museumslandschaft, Alina L. Tiews.